Branche · Bauunternehmen und Maurer
Wer Ihnen ein Haus anvertraut, liest Ihre Seite zweimal.
Bei einem Auftrag über mehrere hunderttausend Euro überfliegt niemand. Die Website wird geprüft, mit anderen verglichen und dem Partner gezeigt. Was fehlt, fällt hier auf.
01 Das Problem
Hohe Auftragswerte kehren die Anforderungen um.
Bei kleinen Aufträgen zählt Geschwindigkeit, hier zählt Substanz. Der Bauherr will wissen, wie groß der Betrieb ist, wie lange es ihn gibt, welche Objekte fertig sind und wer der Ansprechpartner ist. Eine Seite mit drei Stockfotos und dem Wort Qualität beantwortet davon nichts.
Dazu kommt die zweite Rolle der Website: Fast jeder Bauherr googelt den Betrieb, nachdem er ihn empfohlen bekommen hat. In diesem Moment muss die Seite die Empfehlung bestätigen, sonst schwächt sie sie.
So sieht das aus
- /rohbau/
- Neubau, Mauerwerk, Beton, Bodenplatte
- /anbau-umbau/
- Erweiterung, Aufstockung, Durchbrüche
- /sanierung-altbau/
- Statik, Trockenlegung, Modernisierung
- /schluesselfertig/
- Komplettabwicklung, Gewerkekoordination
- /abbruch-erdarbeiten/
- Abriss, Aushub, Entsorgung
Sanierung und Neubau sprechen völlig verschiedene Bauherren an und gehören getrennt.
02 Besonderheiten
Was bei Bauunternehmen zusätzlich zählt.
Referenzobjekte mit Zahlen
Ein Einfamilienhaus, 180 Quadratmeter, Rohbau in elf Wochen. Solche Angaben wirken, weil sie überprüfbar klingen und weil andere sie nicht machen. Vier beschriebene Objekte sind mehr wert als vierzig Bilder ohne Text.
Der Betrieb selbst ist das Argument
Gründungsjahr, Mitarbeiterzahl, eigener Maschinenpark, Ansprechpartner mit Foto und Durchwahl. Bei diesen Summen will man wissen, mit wem man es zu tun hat. Anonymität ist hier ein echter Nachteil.
Nach der Empfehlung kommt die Prüfung
Der häufigste Weg zu Ihnen ist eine Empfehlung, gefolgt von einer Suche nach Ihrem Namen. Genau dann entscheidet die Seite, ob angerufen wird. Sie ist kein Werbekanal, sie ist die Bestätigung.
Bauträger und private Bauherren trennen
Wer für Bauträger arbeitet, braucht andere Aussagen als jemand, der private Einfamilienhäuser baut: Kapazität, Kolonnenstärke, Termintreue. Beides auf einer Seite verwässert beides.
03 FAQ
Häufige Fragen
Wir bekommen unsere Aufträge über Kontakte. Wozu eine Website?
Weil die Kontakte den ersten Schritt machen und die Website den zweiten. Fast jeder Bauherr sucht nach dem Namen, bevor er anruft. Ohne Seite oder mit einer veralteten Seite wird aus der guten Empfehlung ein Zögern.
Sollen wir Preise nennen?
Bei Rohbauten nein, die Spanne ist zu groß. Was hilft, ist eine Angabe zur üblichen Projektgröße, etwa ab welchem Volumen Sie arbeiten. Das sortiert Anfragen aus, für die Sie ohnehin nicht der richtige Betrieb sind.
Wie viele Referenzobjekte brauchen wir?
Vier bis sechs, dafür richtig beschrieben. Aufgabe, Besonderheit, Dauer, ein bis zwei Bilder. Eine lange Liste ohne Text überzeugt niemanden, der gerade über eine große Summe entscheidet.
Was ist mit laufenden Baustellen?
Die sind wertvoller als fertige Objekte, weil sie zeigen, dass gerade gearbeitet wird. Ein aktuelles Bild mit Datum und zwei Sätzen reicht. Das nimmt gleichzeitig die Frage vorweg, ob Sie überhaupt Kapazität haben.
→ Nächster Schritt
Ihre letzten Objekte sind das Argument.
Sagen Sie mir, welche Sie zeigen dürfen. Daraus baue ich die Seite, die eine Empfehlung bestätigt statt sie zu schwächen.